Vorgehensweise bei Insolvenz einer Bank, Kreditgenossenschaft oder einer Bausparkasse

Tag 0 (=Entscheidungstag, Tag der Feststellung des Insolvenzfalls)

  • Bekanntgabe der Tschechischen Nationalbank, dass die Finanzinstitution nicht in der Lage ist, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen oder die Bekanntgabe des Gerichtsurteils über die Insolvenz der Finanzinstitution.
  • Das Garantiesystem gibt eine Meldung heraus, mittels welcher es die Einleger informiert und mit der Vorbereitung der Einlegerentschädigung beginnt.

Tag 1-3

  • Die insolvente Institution bereitet, in Zusammenarbeit mit dem Garantiesystem, die Unterlagen für die Einlegerentschädigung vor.

Tag 4-6

  • Das Garantiesystem kontrolliert die übergebenen Unterlagen und übergibt diese der auszahlenden Bank.
  • Das Garantiesystem informiert die Einleger über den Ort, die Art und das Datum des Beginns der Einlegerentschädigung.

Tag 7 – Beginn der Einlegerentschädigung

  • Der Einleger kann in der auszahlenden Bank seine Einlagen abholen.

Die Auszahlung der Einlagen erfolgt über 3 Jahre ab dem Tag des Entschädigungsbeginns (d. h. dass der Einleger seinen Entschädigungsbetrag jederzeit ab dem Datum, an dem mit der Einlegerentschädigung begonnen wurde, bis zum Ablauf der 3-jährigen Verjährungsfrist abholen kann).

Was muss ich machen, damit ich meine Einlagenentschädigung abholen kann?

  • Für das Abholen der Einlagenentschädigung genügt es, zu einer ausgewählten Filiale der auszahlenden Bank zu gehen (z.Z. Česká spořitelna, a.s.) und den Personalausweis oder Reisepass vorzulegen. Dies gilt für natürliche Personen.
  • Unternehmer müssen zusätzlich einen Auszug aus dem Gewerberegister vorlegen.
  • Für die Auszahlung von Einlagen juristischer Personen muss ein Auszug aus dem Handelsregister /einer anderen Evidenz vorgelegt werden.